Datum Letzte Änderung:
6. November 2017,  10:50


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Hilfe zur Selbsthilfe e.V.
26. Mai 2011: Feierliche Einweihung der neuen Krebs-Skulptur
 
Wie alles anfing.
Die Oberurseler Bildhauerwerkstatt 'Kunsttäter' gibt seit Juli 2000 unter Leitung des Kunsttherapeuten Andreas Hett straffällig gewordenen Jugendlichen aus Oberursel und dem Vordertaunus die Möglichkeit, die ihnen aufgebrumm-ten Arbeitsstunden in Form kreativer Auseinandersetzung abzuleisten. Die Objekte aus den Materialien Stahl, Holz oder Ytong werden dabei, in der Ideen-schöpfung und Umsetzung, sämtlich von den Jugendlichen im Alter zwischen 14 bis 20 Jahren selbst hergestellt.
Auf diesen äusserst spannenden Ansatz wurde Diethelm aufmerksam. Im Ge-spräch mit Andreas entstand die Idee, unser neues Logo in Form einer Skulptur plastisch zu machen.
 
Mehr Info zu den Kunsttätern gibt es unter www.ahett-kunsttherapie.de. Die Kunsttäter sind ein Projekt des Kultur- und Sportfördervereins Oberursel e.V. Mehr Infos dazu unter www.ksfo.de
Oben rechts der erste Entwurf zu der Skulptur, die uns von Andreas im Rahmen einer Präsentation vorgestellt wurde. Der eigentliche Krebskörper (Kopf und Scheren) sollte aus Holz, das Mühlrad, die Füße und Arme aus Metall bestehen. Bei uns: allgemeine Begeisterung. Das Projekt konnte starten. Von vorneherein war klar, dass dies seine Zeit brauchen würde, da es ja nicht in erster Linie darum ging, die Skulptur zu erstellen, sondern darum, dass diese Arbeiten von den Jugendlichen im Rahmen des therapeutischen Ansatzes durchgeführt werden sollte. Der Weg also in diesem Fall mindestens ebenso wichtig wie das Ziel.
Im Folgenden die Entwicklung in Bildern, kommentiert von Andreas:
 
1. Schritt
"Heute sind Eure Baumstämme gekommen, wir mussten Sie z.T. mit zwei Lastkränen bewegen und mit ordentlich Manpower. Nun werden wir am Montag schon mal mit dem Abschälen beginnen.
ES GEHT LOS!!
Anbei ein paar Bilder, die Riesentrümmer - beide zusammen- sind noch rund 1,8 Tonnen schwer! Einer ist Eiche und der andere Rosskastanie!
Ist ein erhebendes Gefühl, wenn man etwas bewegen kann und ein neues Projekt startet."
 
 
 
2. Schritt
"Zur Zeit sind wir dabei, das Spindholz zu entfernen und dabei zeigte sich, wie immer, das die Stämme auch etwas gelitten haben. Gerade bei der Größe und dem damit verbundenen Alter sind das die ersten Komplikationen die auftauchen: Ansätze von altem und fauligem Holz.
Wie immer sind auch unter der Rinde dicke Maden etc., die den Jungs aktuell auch die Lebendigkeit des Waldes aufzeigen und zweien es daher - anfangs - unmöglich machten, daran weiter zu arbeiten, der Ekel war ihnen doch zu groß. Wer hätte das gedacht!

Aber das ist bisher normales Geschäft!"
 
 
 
 
3. Schritt
"Wieder mal ein paar Infos von der Skulptur. Langsam geht es trotz anderer Skulpturen voran. Zuletzt haben sich auch einmal ein paar Schülerinnen des Oberurseler Gymnasiums - im Rahmen eines Klassentreffs in der Werkstatt - am Holzstamm ausprobiert.

Im Dezember haben wir jetzt intensiver am Krebskörper angefangen. Die Bilder oben zeigen die Vorder- und Rückfront. Dies hat aber auch den Hintergrund, dass der große Baumstamm, gedacht für die Krebszangen, nicht so gesund ist wie gedacht.Wir mussten, mit der Kettensäge, viel verfaultes Holz herausschneiden - siehe Foto unten - und leider können wir ein Drittel davon nicht verwenden, was auch heißt, dass wir im Frühjahr noch einmal auf die Suche nach einem Stamm für die zweite Krebszange gehen müssen. Aber bis dahin werden wir uns - ab Januar - verstärkt den anderen beiden Skulpturenteilen zuwenden."
 
4. Schritt
"Wir sind nun wieder an der Skulptur und der Krebskörper bekommt nun langsam eine Rohform. Wir kommen ganz gut voran und haben auch Jungs, die längere Zeit bei uns sind um die Skulptur kontinuierlich weiter zu bearbeiten. Auf dem Bild ist Denis zu sehen, der an allen 3 Öffnungstagen der Werkstatt fleißig dabei ist, um dem Holz eine Form zu geben.
Denis hat zugestimmt, dass sein Name verwendet werden darf, er ist auch sehr stolz darauf, an der Skulptur mitzuwirken."
  ZUM VERGRÖSSERN HIER KLICKEN!
 
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5. Schritt
". . . war ja lange still von beiden Seiten her. Aber eure Skulptur geht gut voran, Der Krebs bekommt ein Gesicht, wenn er zur Zeit auch eher einem Frosch ähnlich ist, sind wir auf dem Weg zur Krebsoptik, auch eine Krebszange ist schon weit fortgeschritten.
Anbei ein Bild der Krebszange und des Kopfes"
 
 
 
6. Schritt
". . . anbei wieder ein paar Bilder vom Krebs für Eure Webseite - es geht stetig voran. Aktuell haben Senay und Jonathan daran gearbeitet, wie die Bilder zeigen, die letzte Krebsklaue ist in der Entstehung und dann folgt das Mühlrad, welches wir mit dem von Euch finanzierten neuen Schweißgerät erstellen werden."
 
 
 
 
 
7. Schritt
". . . Es geht dem Ende entgegen - mit Hochdruck arbeiten wir an der Skulptur. Anmalen, Lackieren, Befestigen usw. - es ist viel Feingefühl notwendig und viel zu Koordinieren.
Wir sind in der "heißen" Phase. Zu sehen ist z.B. Nora, wie sie dem Krebs das blaue Auge "verpasst". Oder mein Onkel Manfred - ein 75 jähriger ehemaliger Lackierermeister, der dem Mühlrad sein Finish gibt und unseren Jungs Einblick in die Kunst des Lackierens.
Hier arbeiten alle zusammen, jung und alt und das "Mittelalter" wie ich und Regina."
 
 
 
 
 
8. Schritt, 17.5.2011
". . . wir sind heute ein gutes Stück voran gekommen, die Hauptteile des Krebses stehen und das ist ECHT eindrucksvoll!!!!!
Bin richtig stolz!
Ja, an dieser Stelle vielen Dank noch einmal an Eddi und seine Kollegen, die so tatkräftig heute mitgearbeitet haben.
Morgen geht's weiter, wir werden die entstandenen Macken mit unseren Jungs ausbessern und die Krebsarme und Beine in Angriff nehmen damit Sie nächste Woche montiert werden können.
Bin sicher: Bis Donnerstag strahlt der Krebs.
Viel Spaß beim Anschauen der beigefügten Bilder!"
 
 
Am 26.5.2011 ist es dann soweit: Zur feierlichen Eröffnung erscheinen mit der lokalen Prominenz rund 60 Gäste.
Eingeleitet von Diethelm gab es kurze Reden und Grußworte von Bürger-meister Hans-Georg Brum, dem KSFO-Vorsitzenden Bernd Lienhard, dem Landrat Ulrich Krebs und natürlich den Künstlern. Danach ging es an das - von der Linse gestiftete - Buffet.
Hier die Bilder der Eröffnung:
 
Die Einweihungsgäste versammeln sich ...   ... und werden vom Vorsitzenden des "Hilfe zur Selbsthilfe e.V." begrüßt ...   ... nachdem der Bürgermeister und Bern Lienhard vom KSFO eingetroffen sind ...
 
... und das neue Wahrzeichen Oberursels freundlich begrüßt haben.   Hans Georg Brum, unser geschätzter Bürgermeister, bei seiner launigen Ansprache. Den Krebs in´s Stadtwappen Oberursels aufzunehmen könne er zwar nicht versprechen, werde sich aber für eine neue Bushaltestelle an der Krebsmühle einsetzen, damit die zu erwartenden Touristenströme den neuen Krebs auch besuchen können.   Bernd Lienhard, Vorsitzender der KSFO, wird vorgestellt ...
 
... und bedankt sich bei den Künstlern und den Sponsoren.   Sehr anschaulich erzählen die Künstler, hier Andreas Hett ...   ... und Regina Planz von der Entstehung der Skulptur.
 
Für die Künstler gab es als kleine Überraschung einen "Krebs am Stiel" ...   ... ebenso für unseren Vorsitzenden, der dem doch noch herbeigeeilten Landrat flugs das Mikrofon überreicht.   Ulrich Krebs bei der Krebseinweihung - gleich zwei Krebse für die Krebsmühle. Wir fühlen uns geehrt ...
 
Hier noch einmal groß der "Verhüllungsschal" ...   ... der dann mit vereinten Kräften ...   ... entzerrt wird.
 
Noch ein mal ziehen ...   ... und der Krebs ist "enthüllt".   Krebse unter sich - beide sympathisch.
 
Weiterer prominenter Besuch: Christina Herr, Vorsitzende des Sozial- und Kulturausschusses Oberursel ...   ... Gabriele Wagener von der Carretero Stiftung, Stadtverordnetenvorsteher Dr. Christoph Müllerleile ...   ... und Uta Balthasar-Sturm vom Stiftungsnetzwerk Südhessen
 
Martin Steinmetz von der gleichnamigen Oberurseler Metallverarbeitungsfirma, ohne den "die Technik" nicht zu bewältigen gewesen wäre.   Erhard Sobeck, GF der Hansen Werbetechnik GmbH in Dreieich, die den öffentlichen Auftritt der Kunsttäter sponsort.   Manfred Hett hat das Mühlrad lackiert.
 
Erschöpft, aber glücklich: Ein Künstler vor seinem Werk.   Die Macher und ihr Werk.   Und wird schon geliebt ...
 
Und hier noch mal der Krebs solo - von links ...   ... von vorne ...   ... und von rechts - einfach schön!!!
Wir finden den neuen Krebs unglaublich schön und wünschen ihm ein langes Leben. Wir bedanken uns bei Andreas Hett, Regina Planz und bei allen Kunsttätern für das Kunstwerk und bei allen Sponsoren dafür, dass sie die Entstehung möglich gemacht haben:
 
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